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UMTS
Die Abkürzung UMTS steht für Universal Mobile Telecommunications System und bezeichnet den gegenwärtig noch gebräuchlichen Mobilfunkstandard der dritten Generation. Der Startschuss für UMTS fiel in Deutschland im Jahr 2000 mit der Versteigerung der erforderlichen Funkfrequenzen. Mehr als zehn Jahre sind eine lange Zeit in der Mobilfunktechnologie, mittlerweile hat UMTS mit der damals eingeführten Technologie nur noch wenig gemein. Allerdings haben die vier deutschen Netzbetreiber Vodafone, Telekom, O2 und E-Plus ihre Netze in deutlich unterschiedlichem Tempo weiterentwickelt, weswegen es heute erhebliche Leistungsunterschiede zwischen den Anbietern gibt.
HSDPA revolutionierte UMTS
Ursprünglich erlaubte UMTS nur Downloads mit einer Geschwindigkeit von maximal 384 KBit/s. Das war ungefähr sechsmal mehr als vor der Einführung von UMTS möglich war, aber sehr bescheiden im Vergleich zu heute möglichen Geschwindigkeiten, ein UMTS-Vergleich zahlt sich aber auf alle Fälle aus. Den entscheidenden Durchbruch brachte der Downloadbeschleuniger HSDPA (High Speed Downlink Packet Access), der Geschwindigkeiten bis zu 7,2 MBit/s ermöglicht. Auch HSDPA ist Bestandteil des UMTS-Standards, weswegen genau darauf zu achten ist, welche Leistung sich hinter einem UMTS-Tarif wirklich verbirgt. Die Telekom und Vodafone bieten HSDPA schon seit Längerem nahezu flächendeckend an, O2 hat in den letzten Jahren deutlich aufgeholt. Einzig Kunden von E-Plus müssen sich außerhalb der Ballungszentren noch häufig mit dem ursprünglichen UMTS begnügen. Zu beachten ist auch, dass sich sämtliche Nutzer innerhalb einer Funkzelle die zur Verfügung stehende Leistung teilen müssen. Daher hängt die tatsächlich erreichbare Geschwindigkeit auch davon ab, wie dicht die Netze der einzelnen Anbieter in der jeweiligen Region sind. Hier können nur entsprechende Testergebnisse weiterhelfen, da dies regional sehr unterschiedlich sein kann. Diese technische Limitierung von UMTS gab übrigens schon Anlass zu einigen Verschwörungstheorien, dass bei Großdemonstrationen die Mobilfunknetze abgeschaltet worden seien.
Schnelle Uploads sind schwieriger zu realisieren
Das typische Nutzerverhalten mobiler Internetkunden erfordert nicht zwingend besonders schnelle Uploads, Downloads sind sehr viel wichtiger. Allerdings steht auch für schnelle Uploads mit HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) mittlerweile eine Lösung zur Verfügung. Aus technischer Sicht ist dies deutlich anspruchsvoller. Im Kern liegt das daran, dass eine Mobilfunkstation ihre Sendekapazität problemlos auf alle Endgeräte verteilen kann, bei der Empfangskapazität ist das deutlich schwieriger. Dazu muss sie wissen, welche Endgeräte aktuelle überhaupt etwas senden möchten. Deswegen erfordert HSUPA eine spezielle Hardware, um die komplexe Kommunikation mit der Sendestation abzuwickeln. Im Gegensatz zu HSDPA beherrschen das nicht alle Surfsticks und Handys.