Web Society

Gefahren im Internet - worauf sollte man achten

Vor allem von eher unkundigen, mit den Tiefen des weltweiten Netzes wenig vertrauten Menschen wird das Internet allzu oft in erster Linie als eine Gefahrenquelle wahrgenommen. Berichte in den Medien schüren solche wenig ausdifferenzierten Vorstellungen bisweilen noch fleißig und mit Blick auf die eigene Auflagenzahl und Einschaltquote. In fast epischer Breite wird darüber berichtet, wenn bei einem sozialen Netzwerk versehentlich oder mit voller Absicht eine Geburtstagsfeier "öffentlich" gemacht worden ist und in der Folge mit mehreren tausend "Besuchern" zu rechnen ist, was Alkoholexzesse und Polizeiaufgebote nach sich ziehen kann.

Während solche unkontrollierten Partys und Feierlichkeiten aber primär ein fiskalisches Problem sind, wird es bei einem anderen Kapitel im Zusammenhang mit Gefahren im Web noch weitaus ernster. Die Rede ist von dem Komplex der Pornografie, die mit ein paar kundigen Mausklicks auch Kindern problemlos zugänglich ist. Denn es gibt im Internet im Grunde keine ernstzunehmende Kontrolle des Alters eines bestimmten Besuchers einer Seite. Allenfalls stolpert man manchmal über Anfragen, bei denen die Frage nach der Volljährigkeit gestellt wird, die jedoch schlicht mit einem Mausklick auf die entsprechende Schaltfläche positiv beantwortet werden kann. Ein solcher "Schutzmechanismus" besteht freilich allenfalls dem Anscheine nach, vermag aber keineswegs in der Tat, minderjährige Internetuser vom Aufrufen von Pornoseiten abzuhalten.

Nicht alleine unter pädagogischen, sondern auch unter rechtlichen Gesichtspunkten hochgradig problematisch ist selbstverständlich das Feld der Kinderpornografie. Allerdings ist das Auffinden solches strafrechtlich kriminalisierten Materials schon weitaus schwieriger als dasjenige von legaler Pornografie zwischen einvernehmlich agierenden Erwachsenen. Regelmäßig zu gesteigerter Vorsicht angeraten wird auch bei Finanzgeschäften, die im Internet vorgenommen werden. In erster Linie geht es dabei um Überweisungen und sonstige Bankgeschäfte, in deren Vorfeld man Geheimzahlen und Passwörter eingeben muss. Die hier lauernde Gefahr im Web liegt darin, dass unter bestimmten Voraussetzungen Dritte Zugriff auf diese Daten bekommen können, um unter ihrem Einsatz später Überweisungen auf ihr eigenes Konto oder Bargeldauszahlungen an einem Geldautomaten zu veranlassen. Auch insoweit ist es ratsam, sich der im Web lauernden Gefahren bewusst zu sein und Vorkehrungen zu treffen.